Aufstellen von Reaktionsgleichungen

  • Guten Tag liebe Hausaufgaben-Forum Community!

    Folgendes: Morgen schreiben wir eine Chemie Klausur über (einfache und komplexe) Redoxreaktionen. Eigentlich bin ich kein Ass in Chemie, aber ich denke inzwischen habe ich alles zu diesem Thema einigermaßen verstanden.
    Nun zu meiner Frage...
    Man hat eine Aufgabenstellung vor sich; z.B.: "Beim Brennen eines Zyndbrennkopfes beobachtet man einen stechenden Geruch und einen weißen Rauch" "Kaliumchlorat+Schwefel". Dies war die die Übungsaufgabe, mit der wir in der heutigen Chemiestunde die komplexen Redoxgleichungen wiederholt haben. Aus dieser Aufgabenstellung haben wir nun zunächst die Gleichung aufgestellt - und da liegt schon der Knackpunkt, da ich einfach nicht verstehen kann, wie man z.B. weiß, welche Formel Kaliumchlorat hat und wozu es reagiert (logischerweise kenne ich nun durch den Unterricht die Formel: K[ClO3] + S → SO2 + KCl (3 und 2 tiefstellen; keine Ahnung, wie das hier funtioniert)). Unser Chemielehrer sagte etwas von "stechender Geruch" und deshalb "SO2". Aber wie zur Hölle kann man das wissen, wenn man es nicht gerade auswendig gelernt hat? Und darauf, alle Formeln, die möglicherweise in der Arbeit drankommen könnten, heute noch im Gedächnis zu behalten, habe ich auf Gutdeutsch keinen Bock. Kann man das eventuell irgendwo ablesen? Wie gesagt... die restlichen Schritte zum Aufstellen einer Redoxgleichung habe ich ja verstanden; ich habe lediglich Angst, bereits beim Aufstellen der Reaktionsgleichung (was glaube ich noch achte Klasse Stoff ist ?) einer "Textaufgabe" zu versagen.
    Hoffe auf eure Hilfe.

    Grüße

  • Puh, ich bin auch kein Chemie-Ass,
    aber bei Chemie muss man doch lernen
    und auswendig wissen.

    Zu dem Merken von Kaliumchlorat.

    Kalium steckt im Namen,
    genauso wie Chlor.

    Es gibt Chlorid, Chlorit und Chlorat.

    Chlorit ist mit zwei Sauerstoffatomen,
    Chlorat halt mit 3.

    Das wirst du dir wohl merken müssen.

    Dass Chlorat einwertig negativ ist,
    kann man sich auch herleiten.

    3 Sauerstoffatome,
    die noch 2 Elektronen benötigen
    um auf die 8 Außenelektronen zu kommen.

    Chlor hat 7 Außenelektronen,
    5 davon werden bereitgestellt
    und damit werden 2 Sauerstoffatome
    "voll zu Frieden gestellt",
    ein Sauerstom nur zur Hälfte.

    Also fehlt einem Sauerstoffatom
    noch ein Elektron zur vollen 8er-Außenschale
    und Chlorat ist somit einwertig negativ.

    Aber das war von mir jetzt nur laienhaft!

    Wie lief die Klausur?