Wie kann man am Besten einen Prosatext schreiben üben?

  • Hey,

    ich schreibe am Donnerstag eine Klassenarbeit, wo ich ein Prosatext schreiben muss

    (Höchstwahrscheinlich über eine Kurzgeschichte)

    Ich habe aber leider überhaupt nicht verstanden, wie man dies schreibt und wir haben keine Blätter doer Bücher :(

    Könnte mir pls jemand weiterhelfen? (Link wo es steht oder so etwas)

    Würde mich sher freuen :D

    Thx+MfG Jan

  • Habe mal einen Prosa geschrieben, aber glaube, dass der zu kurz ist aber weiß nicht was da noch fehlt

    Orginaltext:
    Margret Steenfatt: Im Spiegel
    „Du kannst nichts”, sagten sie, „du machst nichts”, „aus dir wird nichts”.
    Nichts. Nichts. Nichts.
    Was war das für ein NICHTS, von dem sie redeten und vor dem sie
    offensichtlich Angst hatten, fragte sich Achim, unter Decke und Kissen
    vergraben. Mit lautem Knall schlug die Tür hinter ihnen zu.
    Achim schob sich halb aus dem Bett. Fünf nach eins. Wieder mal zu spät. Er
    starrte gegen die Zimmerdecke. - Weiß. Nichts. Ein unbeschriebenes Blatt
    Papier, ein ungemaltes Bild, eine tonlose Melodie, ein ungesagtes Wort,
    ungelebtes Leben.
    Eine halbe Körperdrehung nach rechts, ein Fingerdruck auf den Einschaltknopf
    seiner
    Anlage.
    Manchmal
    brachte
    Musik
    ihn
    hoch.
    Er
    robbte
    zur
    Wand,
    zu dem großen
    Spiegel,
    der
    beim
    Fenster
    aufgestellt
    war,
    kniete
    sich
    davor
    und betrachtete
    sich:
    lang,
    knochig,
    graue
    Augen
    im
    blassen
    Gesicht,
    hellbraune
    Haare,
    glanzlos.
    „Dead
    Kennedys”
    sangen:
    „Weil
    sie
    dich
    verplant
    haben,
    kannst
    du
    nichts
    anderes
    tun
    als
    aussteigen
    und
    nachdenken”.
    Achim wandte sich ab, erhob sich, ging zum Fenster und schaute hinaus.
    Straßen, Häuser, Läden, Autos, Passanten, immer dasselbe. Zurück zum
    Spiegel, näher heran, so nahe, dass er glaubte, das Glas zwischen sich und
    seinem Spiegelbild durchdringen zu können. Er legte seine Hand-flächen
    gegen sein Gesicht im Spiegel, ließ seine Finger sanft über Wan-gen, Augen,
    Stirn und Schläfen kreisen, Streichelte, fühlte nichts als Glätte und Kälte.
    Ihm fiel ein, dass in dem Holzkasten, wo er seinen Kram aufbewahrte, noch
    Schminke herumliegen musste. Er fasste unters Bett, wühlte in den Sachen
    im Kasten herum und zog die Pappschachtel heraus, in der sich einige
    zerdrückte Tuben fanden. Von der schwarzen Farbe war noch ein Rest
    vorhanden. Achim baute sich vor dem Spiegel auf und malte zwei dicke
    Striche auf das Glas, genau dahin, wo sich seine Augenbrauen im Spiegel
    zeigten. Weiß besaß er reichlich. Er drückte eine Tube aus, fing die weiche
    ölige Masse in seinem Händen auf, verteilte sie auf dem Spiegel über Kinn,
    Wangen und Nase und begann, sie langsam und sorgfältig zu verstreichen.
    Dabei durfte er sich nicht bewegen, sonst verschob sich seine Malerei.
    Schwarz und weiß sehen gut aus, dachte er, fehlt noch Blau. Achim grinste
    seinem Bild zu, holte sich das Blau aus dem Kasten und färbte noch die
    Spiegelstellen über Stirn und Augenbilder.
    Eine Weile verharrte er vor dem bunten Gesicht, dann rückte er ein Stück zur
    Seite, und wie ein Spuck tauchte sein farbloses Gesicht im Spiegel wie-der
    auf, daneben eine aufgemalte Spiegelmaske.
    Er trat einen Schritt zurück, holte mit dem Arm weit aus und ließ seine Faust
    in die Spiegelscheibe krachen. Glasteile fielen hinunter, Splitter ver-letzten
    ihn, seine Hand fing an zu bluten. Warm rann ihm das Blut über den Arm und
    tröpfelte zu Boden. Achim legte seinen Mund auf die Wunden und leckte das
    Blut ab. Dabei wurde sein Gesicht rotverschmiert.
    Der Spiegel war kaputt. Achim suchte sein Zeug zusammen und kleidete sich
    an. Er wollte runtergehen und irgendwo seine Leute treffen.


    Prosa: Im Spiegel

    In der Kurzgeschichte „Im Spiegel“ geht es um Achim, dem niemand etwas zutraut.
    Die Geschichte wurde von der Autorin Margret Steenfatt geschrieben und ist aus dem „7. Jahrbuch der Kinderliteratur“ entnommen worden.
    Die Geschichte ist heute auch noch aktuell.

    Die Kurzgeschichte kann in fünf Absätze gegliedert werden.
    Der erste Absatz geht von Zeile 1 bis Zeile 11. Es geht um einen Jungen der Achim heißt. Achim liegt um 13:05 Uhr noch im Bett. Jemand sagt zu ihm, dass er nichts kann und aus ihm auch nichts wird. Dann verläst die unbekannte Person wieder den Raum.
    Der zweite Absatz beginnt in der 12. Zeile und erzieht sich bis zur 29. Zeile. Achim macht die Musik an und geht zum Spiegel. Er sieht sich an. Er sieht einen knochigen, langen und blassen Mann.
    Im nächsten Abschnitt, der von Zeile 30 bis Zeile 46 geht, geht Achim zu einem Schrank. Er holt aus dem Schrank Schminke. Er sieht in den Spiegel, der über dem Schrank hängt. Achim schminkt sein Gesicht mit verschiedenen Farben.
    Im vierten Abschnitt, der sich von Zeile 47 bis 57 erzieht, geht Achim einen Schritt zurück und zerbricht den Spiegel. Achims Hand fängt an zu bluten. Er schleckt sie ab und verschmiert dabei sein Gesicht.
    In dem letzten Abschnitt, der in der 59. Zeile beginnt und in der 60.Zeile endet, sucht Achim sein Zeug zusammen und geht raus. Er möchte sich irgendwo mit seinen Leuten treffen.
    Die Kurzgeschichte ist in der auktiorialen Erzählperspektive geschrieben. Dies kann man sehr gut am folgenden Satz erkennen. „Eine Weile verharrte er vor dem bunten Gesicht, dann rückte er ein Stück zur Seite und wie ein Spuk tauchte sein farbloses Gesicht im Spiegel wieder auf,… (Zeile 47 -49) .
    In der Geschichte kommen auch viele Stielmittel vor.
    Es sind sehr viele Wiederholungen vorhanden. Zum Beispiel kommt das Wort nichts in der Zeile 1 bis 6 fünf Mal vor.
    Das Wort „Spiegel“ kommt im Text auch ein paar Mal vor.
    Ebenfalls sind im Text auch viele Aufzählungen. Zum Beispiel in der Zeile 17 „lang, knochig, graue Augen im blassen Gesicht, hellbraune Haare, glanzlos.“.
    „Im Spiegel“ ist im Präteritum geschrieben. (Z. B. Zeile 30 „Ihm fiel ein, dass in dem Holzkasten, wo er seinen Kram aufbewahrte, noch Schminke herumliegen musste.“)

    Die Kurzgeschichte soll darstellen, dass die Freunde von Achim immer sagen, dass er nichts kann und aus ihm auch nichts wird. Achim ist die Meinung der Freunde wahrscheinlich auch sehr wichtig, da er sich oft in den Spiegel schaut. Jedoch haben die Freunde nicht ganz unrecht, da er oft viel zu spät aufsteht. Aber wenn die Freunde in ermutigen würden, würde Achim sich vielleicht ändern. Der Spiegel soll vermutlich die Sicht der anderen darstellen. Ich finde, dass wenn Freunde immer sagen, dass man nichts kann es keine „richtigen“ Freunde sind.