Hallo,
Ich habe hier diese Erörterung als Vorbereitung auf die bevorstehende Prüfung geschrieben.
Auch wenn es ein häufig vorkommendes Thema ist, möcht ich doch einige Meinungen dazu einholen.
virtuelle Interaktionen – gut oder schlecht?
Wo man früher Jugendliche und zum Teil auch Erwachsene in einer Gruppe sah, die sich austauschten und Termine vereinbarten, da kann man heute immer häufiger beobachten, wie das beliebte I-Phone die persönlichen Wechselbeziehungen ersetzt. Vom Sprechen und Zuhören wird auf Tippen und Lesen umgeschaltet. Tausende von Nachrichten können so innerhalb von Sekunden von einer Person zur anderen gesendet werden. Im Folgenden werde ich die Vor –und Nachteile, die diese virtuelle Kommunikation mit sich bringt, auseinanderlegen.
Immer und überall in Verbindung mit der Familie, dem Liebsten und den Freunden sein. Das I-Phone u.Ä. macht’s möglich. Man loggt sich in eine der diversen sozialen Netzwerke ein und mit wenigen Klicks hat man sich über die neuesten Ereignisse von Freunden informiert. Man liest sich kurz ihren immer unterschiedlich langen Status an, evtl. wird er auch kommentiert oder man tauscht sich im Chat über die üblichen Geschehnisse der Tagesordnung bzw. außerordentlichen Begebenheiten aus, und der Bedarf an sozialen Interaktionen ist in sekundenschnelle gedeckt. Seien es bedeutsame Belange, unwichtige Konversationen, oder auch nur Erkundigungen nach dem Befinden des Gesprächspartners, das alles kann man jetzt bequem von PC zuhause aus oder unterwegs mit dem I-Phone in kürzester Zeit tätigen. Möchte man sich z.B. nach einem Event in der Nähe umsehen, kann man das blitzschnell auf Facebook tun, ohne zum nächsten Kiosk zu laufen und in der Zeitung nachsehen zu müssen. Auch können wir mit dem Internet rasch Freunde zu dem Event einladen oder Termine mit Bekannten vereinbaren, die man längere Zeit nicht gesehen hat. Dadurch käme auch die persönliche soziale Wechselbeziehung nicht zu kurz und das Netz wäre Mittel zum Zweck. Man stelle sich vor, man geht auf ein Konzert, eine Messe … usw., unter Umständen weit weg von dem Ort in dem man lebt, lernt neue Leute kennen und schließt Freundschaften …, natürlich möchte man mit diesen dann in Verbindung bleiben. Da das Handy auf die Dauer aber für manche zu teuer wird, besonders weil es –meiner Meinung nach- größtenteils Jugendliche und Schüler betrifft, ist das Tippen und Lesen am Rechner oder am I-Phone eine gute und billige Alternative. Ein Vorteil den, wie ich auch, bestimmt viele aus der neuen Generation genießen.
Natürlich haben diese I-Phone’s und sozialen Netwerke nicht nur Schokoladenseiten, es gibt auch noch einige Mängel in diesem Zeitalter des Internets. Es mag zwar sein, dass das Netz Mittel zum Zweck für Verabredungen ist, trotzdem ist es mittlerweile mehr angesagt sich zuhause auf Facebook zu „treffen“ als z.B. im Park oder im Café, um sich zu unterhalten. Demzufolge werden täglich mehrere Stunden zuhause vor dem Computer verbracht, anstatt sich draußen mit Freunden zu vergnügen. Das schädigt nicht nur die psychische Gesundheit, durch Unzulänglichkeit an persönlichem sozialem Gesellschaftsleben, sondern auch die physische Gesundheit, aufgrund eines Mangels an Bewegung. Des Weiteren birgt das Internet auch Gefahren für den Einzelnen/die Einzelne (besonders betroffen sind Mädchen im Alter von 14-20 Jahren). Man wird von einer unbekannten Person im Internet angesprochen, die sich äußerlich nicht zu erkennen gibt. Man kommt ins Gespräch mit der sich charmant-verhaltenden Person, wird von Komplimenten überhäuft, bis man dann schließlich zu einem Treffen von der Person X eingeladen wird. Viele Jugendliche sind sich da nicht bewusst, welches Risiko sie damit eingehen, weil sie meistens die möglichen Folgen nicht kennen. Gravierend finde ich, dass das Verständnis des Grades und der Art der Aussagen vollkommen verloren geht. So schreibt beispielsweise jemand in seinen Status „diese Hausaufgaben bringen mich noch zur Weißglut, fehlt nicht mehr viel und ich laufe Amok“. Schwer zu verstehen, ob der Schreibende das ernst meint oder nicht, wenn man ihn und seine Art nicht kennt.
Man kann also sagen, dass das Internet recht ausgeglichen ist, was die Vor –und Nachteile betrifft. Beide Seiten liefern schlagfertige Argumente. Man kann sich durchaus der angenehmen Seiten bedienen, jedoch sollte man sich immer auch die Gefahren und Mängel im Hinterkopf behalten. Und ganz wichtig ist, dass man nie das wesentliche aus den Augen verliert: Der PC ersetzt in keinem Fall reale Beziehungen im sozialen gesellschaftlichen Leben.