Inhaltsangabe - könnt ihr mal drüber gucken ?! (:

  • Inhaltsangabe zu „Die letzten Kinder von Schewenborn“

    Gudrun Pausewang schildert uns mit ihrem Roman „Die letzten Kinder von Schewenborn“ die Ausmaßen und Folgen einer Atombombenexplosion in Deutschland.
    Der Roman handelt während der Zeit des kalten Krieges.
    Die Familie Bennewitz aus Frankfurt am Main, bestehend aus dem 12-jährigen Ich-Erzähler Roland, seinen zwei Schwestern Judith, die älteste und Kerstin die jüngste, sowie Vater Klaus und Mutter Inge, entschließt sich trotz politscher Auseinandersetzungen zwischen West und Ost den Urlaub bei den Großeltern in Schewenborn anzutreten.
    Die anfangs noch gut gelaunte Familie wird auf ihrem Weg in den Sommerurlaub Zeuge einer Atombombenexplosion im naheliegenden Fulda, bei der sie ein heftiger Sturm, grelles Licht und extreme Hitze über sich ergehen lassen müssen.
    Nachdem Mutter und Vater klar ist, was passiert sein muss, macht sich die Familie sofort auf den Weg nach Schewenborn in Angst um die Großeltern, dies allerdings zu Fuß, da ein Baum die Straße blockiert.
    Auf ihrem Weg dorthin können sie bereits an vielen Toten, Verletzen und zerstörten Häusern erkennen, welches Ausmaß die Katastrophe wirklich hat.
    Als sich von einer Nachbarin herrausstellt, dass sich die Großeltern zur Zeit der Explosion im besagten Fulda aufhielten, macht sich die Mutter auf den Weg dorthin und muss schon nach kurzer Zeit feststellen, dass jene diese nicht überlebt haben können. Daraufhin lässt sich die Familie im fast unbeschädigten Haus der Großeltern nieder.
    Eine Feuerwolke der brennenden Gebäude kommt direkt auf das Haus zu, senkt auch schon den Dachstuhl an, dreht aber dann wieder, sodass das Haus bewohnbar bleibt.
    Als Roland Wasser aus der Schewe holen soll, kommt er am Hospital vorbei und sieht das Elend der vielen Verletzten und Halbtoten, woraufhin er sich entschließt diesen vielen Obdach- und Hilflosen täglich im Krankenhaus zu helfe.
    Aufgrund eines Versprechen von Roland an eine sterbende Frau, nimmt die Familie eines Tages zwei Kinder auf. Den 3-jährigen Jens und die 6-jährige Silke. Der „Neuzuwachs“ tut besonders der Mutter gut, welche nach dem Bombentag verschlossen geworden ist, und sie beschließt nach einem Besuch im Krankenhaus, Waisenkindern zu helfen. Sie und Judith eröffnen in einem Schlossgemäuer eine Unterkunft für viele Waisen.
    Während anfangs auch noch viele auf Hilfe von außen hoffen, wird bald klar, dass diese nicht kommen wird, denn keiner weiß, was die Explosion außerhalb von Fulda oder gar Europa angerichtet hat. In dem einst so idyllischen Schewenborn bricht die totale Unordnung aus.
    Da allen klar ist, dass auch über Schewenborn die radioaktive Strahlenwolke gezogen ist und nichtverseuchte Nahrungsmittel und Wasser goldwert sind, beginnt der unvorstellbare Kampf ums Überleben, zB. durch Plündereien.
    Unzählbar viele Leute leiden an der Strahlenkrankheit und sterben an den Folgen, genauso Judith. Auch der Hunger und eine Grippewelle brachte hunderte Menschen um ihr Leben.
    Zudem brechen Seuchen wie zB. Typhus aus, da die hygienischen Bedingungen schlecht sind, auch hierbei verlieren viele Menschen ihr Leben, ebenso Silke und Kerstin.
    Die Mutter verkraftet den Tod ihrer Kinder nicht und kümmert sich nicht mehr um die Waisenkinder.
    Die ca. 3000-4000 Toten werden in Erdlöchern begraben.
    Eines Tages stellt sich heraus, dass die Mutter schwanger ist und das gibt ihr nach dem Tod der drei Mädchen wieder Halt.
    Einmal begegnen Roland und seinem Vater bei ihrer Nahrungs- und Holzsuche einem Mann, der ihnen erklärt, dass keiner mehr daraufachtet wer aus dem Osten oder Westen kommt und dass Ost und West wieder vereint sei.
    Im Winter wandern die Eltern, Jens und Roland auf dringlichen Wunsch der Mutter nach Bonames und müssen sehen, das ihr alter Heimatort verschwunden ist, komplett zerstört.
    Jens überlebt diese Zeit nicht und stirbt an einer Grippe.
    Als sie nach fast 3 qualvollen, hungergeplagten Wochen wieder in Schewenborn ankommen, gebärt die Mutter ihr Baby im Schlosskeller, da das Haus der Großeltern belegt ist.
    Sie verblutet bei der Geburt.
    Roland erkennt, dass das Baby keine Augen und Arme hat und der Vater entschließt sich daraufhin es zu töten.
    Vater und Sohn leben die nächsten 2 Jahre im Gartenhaus des Großvaters, danach ziehen sie wieder in das Haus der Großeltern, weil die Familie, die dieses Haus besetzte, genau wie soviele andere Menschen noch gestorben sind.
    Die Leute essen Gras, Würmer, sogar Ratten und Katzen, um zu überleben und Geld will keiner mehr, es gilt wieder Ware gegen Ware.
    Es plagen Insekten die Einwohner, durch Vogel- und Wildschweintod.
    Von anfangs 5000 Einwohnern leben jetzt noch 400 Leute in Schewenborn, nicht alle sind gestorben, einige wenige sind auch ausgewandert, zB. in die Alpen.
    Langsam kehrt wieder ein bisschen Ordnung ein, zumindest wird nicht mehr geplündert und erschlagen, wegen zB. Nahrung und Holz. Es gibt auch wieder einen Bürgermeister, doch das Leben ist nur noch eine einzige Schufterei.
    Roland und sein Vater unterrichten seit einem Jahr einige Kinder in zwei verschiedenen Klassen. Sie werden selber, aufgrund der radioaktiven Strahlung, keine Kinder mehr bekommen können, sollen aber trotzdem ein gutes Leben, ohne Morden und Stehlen haben, denn sie sind die letzten Kinder von Schewenborn.
    Rolands Vater, bzw. seine Generation wird oft die Schuld dieser Katastrophe zu gewiesen.
    Immernoch sterben Leute an der Strahlenkrankheit und der Alltag ist gespickt mit den unterschiedlichsten Ängsten.
    Das Buch zu lesen war für mich eine Sachen von einem Tag.
    Die Autorin hat die Katastrophe und das Leben danach so realistisch beschrieben, dass das Buch mich sofort in seinen Bann gezogen hat.
    Anders als viele andere, schreibt sie nicht das, was man vielleicht lesen will, sondern das, was bei solch einer Katastrophe wirklich geschehen kann.
    Ich war oft tief berührt und gleichzeitig geschockt, wie die Menschen jetzt leben müssen und mit diesem Leben umgehen.
    Ich finde es sehr gut und wichtig, dass es Autoren gibt, die schon den Kindern zeigen, was passieren kann, wenn wir so weiter machen wie jetzt.
    Es ist ein Buch was wachrütteln und zum Nachdenken anregen soll und für mich eine der besten Lektüren, die ich bisher gelesen habe.

    :-?:fragend::smilie085::danke2::smile: