Hallo,
ich habe einige Probleme mit der textgebundenen Erörterung und da wir demnächst eine Arbeit schreiben (10.Klasse-Zeit:2h) und wir das Thema kaum besprochen haben, wollte ich euch bitten, euch vielleicht meine kleine Hausaufgabe durchzulesen und Verbesserungsvorschläge zu geben.
Mir ist durchaus bewusst, dass der Text nicht der tollste ist, zumal ich versucht habe, sie unter Schulbedingungen zu schreiben und ich wirklich nicht wusste, wie genau ich vorgehen sollte.
Nun denn, genug der Worte, hier der Text:
(Der Artikel, auf den sich die Erörterung bezieht, findet ihr hier:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland…22018&em_loc=89 )
Anlässlich des 100. Internationalen Frauentags am 8.März 2010 verfasste die somalische Autorin Ayaan Hirsi Ali den Essay "Unsere Freiheit", in dem sie die Rechte der Frauen debattiert, insbesondere deren polarisierte Entwicklungsgeschichte, der heutzutage nur von wenigen Beachtung geschenkt wird.
Zunächst würdigt die Verfasserin die seit dem letzten Jahrhundert rasch fortgeschrittene Emanzipation der Frau, führt hierzu Beispiele an und unterlegt ihre Behauptung zudem durch das Heranziehen John Stuart Mills Essays "Die Hörigkeit der Frau". Eine besondere Betonung erhält hierbei ihre anfängliche Überraschtheit angesichts der heutigen Selbstverständlichkeit damalig plädierter Frauenrechte, was zweifelsohne die zuvor genannte Veränderung illustriert.
Dies führt im Folgenden eine weitere Behauptung nach sich, nämlich der "[...][starke]Kontrast zur Realität der Frauen jenseits der westlichen Welt.", womit zugleich die zentrale Aussage des Artikels angeführt wird. Auch hier finden sich zahlreiche Beispiele und Faktenargumente.
Gründe für die grundverschiedenen Ansichten bezüglich der Stellung des weiblichen Geschlechts in der Gesellschaft sieht die Autorin vor allem in vorherrschender Armut sowie in für uns meist befremdlichen Werten und Traditionen.
Nicht ausgeschlossen wird schließlich eine Schuld westlicher Kolonialmächte, denen der Vorwurf gemacht wird, durch mangelndes Interesse und zunehmender voreingenommener Toleranz gegenüber kultureller Vielfalt die Emanzipation gar erschwert zu haben.
Es folgt ein Appell an westliche Feministinnen und Hilfsorganisationen, andere Kulturen einer kritischeren Betrachtung zu unterziehen und zuletzt das Kundtun ihrer Intention nach einer Gleichheit von Frauenrechten in der Welt.
Mit ihrem Essay greift Ayaan Hirsi Ali mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Thematik auf, mit der sie selbst bereits konfrontiert wurde und daher auch fähig ist, authentische Standpunkte beider Ansichten zu beleuchten.
Bei den gewählten Belegen handelt es sich vorwiegend um der breiten Öffentlichkeit durchaus bekannter Faktenargumente, weshalb man ihnen ein relativ hohes Gewicht zusprechen darf.
Die Zusammenstellung aller Argumente lässt den Leser eine Vorstellung von dem Ausmaß der Diskriminierung nicht-westlicher Frauen und soit einen Eindruck über die Dringlichkeit einer Reformation gewinnen.
Von zentraler Bedeutung ist schließlich die Kritik an "[...]westlichen Bewegungen, die kulturelle Vielfalt feiern.".
Richtig erkannt hat sie, dass heutzutage, insbesondere aus geschichtlichen Beweggründen, viele Wert auf Gleichberechtigung legen und somit Toleranz von sich unseren eigenen Überzeugungen unterscheidenen Ideologien nicht wenige zu einer unkritischen Akzeptanz alter Traditionen tendieren.
Abschließend kann ich der Autorin in ihrer Argumentation nur zustimmen, da die enormen Unterschiede von Frauenrechten zwischen der westlichen Welt und jenseits davon tatsächlich eine allgemeine Vergegenwärtigung verdienen, um eine noch kaum fortgeschrittene Emanzipation zu fördern.
Gut, ehrlich gesagt finde ich den Aufsatz grauenvoll und ich war während des Schreibens verzweifelt, weil ich einfach nicht wusste, was ich denn erörtern soll!
Ich wäre wirklich unglaublich dankbar, wenn mir jemand einige Ratschläge geben würde.
Liebe Grüße